Herkunftsländer

 


Afghanistan


Beispielbild Afghanistan

Afghanistan ist ein unbewaldetes, karges und felsiges Hochland mit der Hauptstadt Kabul und als großes Teppichknüpfland besonders durch seine gleichnamigen Teppiche bekannt geworden. Für diese Orientteppiche ist eine tiefrote bis hin zu braun tendierende Grundfarbe typisch. Die Muster, oft dunkelblau und schwarz, sind streng geometrisch geordnet und zeigen Oktogone und wechselnde Füllmotive und vielfach gegliederte Bordüren. Einsatz kräftiger, derber Wolle als Knüpfmaterial für den Flor, in Kette und Schuss z.T. Ziegenhaar, bei neueren Stücken auch Baumwolle. In den letzten Jahren sind vor allem Ziegler, Chobi und Kazak Teppiche aus Afghanistan exportiert worden. Die leuchtenden Farben, gute Qualität der Wolle Robustheit der Teppiche machen diese sehr beliebt.


Indien


Beispielbild Indien

Obwohl das tropische Klima wärmende Teppiche nicht nötig macht, wurde hier trotzdem wie auch in Ägypten, eine bedeutende eigenständige Knüpfkunst entwickelt. Es ist nicht von ungefähr, das die Teppichknüpferei in all den Ländern heimisch wurde, in denen die Ansiedlung skythischer und türkischer Völker nachzuweisen ist. Skythen-Stämme drangen schon im frühen Altertum, aus Zentralasien kommend, in Nordindien ein und schufen hier ihre Kultur. Früh wanderten auch die türkischen Stämme der sogenannten Osthunnen in das Pandschab ein. Wann in Indien die Herstellung von Knüpfteppichen begann, wissen wir nicht. Fest steht, dass die türkische Dynastie der Mogul-Schahs (1526-1803) bereits im 16. Jahrhundert große Manufakturen in Lahore, Agra und mehreren anderen Städten des Pandschabs unterhalten hat. Der indische Teppich heute ist von der Qualität sehr weit gestreut und kann vom einfachen Webteppich bis zum feinsten Seidenteppich alles umfassen.


Iran


Beispielbild Iran

Im Orientteppichbereich stellen iranische oder persische Teppiche die bedeutendste Gruppe dar. Die wichtigsten Teppichprovenienzen Persiens (des heutigen Irans) sind Aserbaidschan, Kurdistan, das Gebiet um Bachtiari, Fars, Kirman, Isfahan, Hamedan sowie das Gebiet von Zentralpersien mit Plätzen wie Ghom, Teheran u.a. Die Teppiche werden weltweit exportiert und der klassische „Perser“ hat nachwievor seinen festen Platz in der Riege der handgefertigten Teppiche in modern oder klassisch.

 
Kashmir

 
Beispielbild Kashmir

Diese Teppiche werden in einer Reihe von Werkstätten im Gebiet Kashmir geknüpft, das sich zwischen Pakistan und Indien erstreckt. Die Teppiche werden Großteils aus Seide hergestellt, um einen besonderen Glanz zu erzielen, und sie sind dicht geknüpft, was einen strapazierfähigen Teppich ergibt. Heutzutage gelten diese Teppiche als die hochwertigsten, die auch im Grundmaterial Seide haben.

 
Nepal

 
Beispielbild Nepal

Nepal ist das zwischen Indien und dem Himalaya-Gebirge liegende kleine Königreich mit der Hauptstadt Katmandu. In diesem durch die schwer zugänglichen Täler Jahrhunderte lang von der übrigen Welt abgeschnittenen Gebiet hat sich eine ganz eigene Knüpftechnik entwickelt. Bekannt geworden ist dieses Teppichknüpfgebiet besonders auch durch die von Tibeter Flüchtlingen aus der meist guten Wolle der Hochlandschafe im Senneh-Knoten geknüpften Tibetische Teppiche, die in Europa verstärktes Interesse finden. Heute werden vorwiegend moderne Designs in verschiedensten Qualitätsstufen hergestellt.


Pakistan


Beispielbild Pakistan

Das einstige Belutschistan, jetzt Pakistan, liegt südöstlich von Persien und beherbergt auch Stämme, die sich mit der Herstellung von Knüpfteppichen befassen. In neuester Zeit wurden hier Werkstätten in Betrieb genommen, die sehr fein geknüpfte, hochflorige Teppiche und Brücken mit turkmenischem Muster verfertigen. Diese sogenannten Pakistani-Buchara weisen Oktogon-Muster in verschiedenen Farben auf. Sie haben eine glänzende, aber sehr weiche Wollqualität. Die Pakistani-Buchara zeigen cremefarbenen, weichselroten, mitunter einen pastellfarbigen Grund. Die Knüpfungsdichte ist hoch und der Glanz der Teppiche in erster Linie auf die gute Wäsche zurückzuführen.


Tibet


Beispielbild Tibet

Ursprünglich kleinformatige Sitzflecke, Brücken und Vorleger, die aus der sehr guten Wolle tibetischer Bergschafe geknüpft wurden. Kette und Schuss sind in der Regel aus Baumwolle. Die eigenständig entwickelte Knüpftechnik der Tibeter unterscheidet sich von anderen Knüpfarten im Orient, teilweise kommen jedoch auch der persische oder der türkische Knoten zur Anwendung. Die durchschnittliche Knotendichte ist gering aber die Wolle ausgezeichnet. Neben den Teppichen aus dem Tibeter Hochland, wo seit einigen Jahren unter chinesischer Regie Teppiche produziert und vertrieben werden, wird in heutiger Zeit im Auftrag des Handels überwiegend in Nepal gefertigt. Diese Teppiche kommen nun auch in größeren Formaten auf den Markt.


Türkei


Beispielbild Türkei

Türkische Teppiche werden auch als anatolische Teppiche bezeichnet. Die ältesten erhaltenen türkischen Teppiche stammen aus dem 13. Jahrhundert und wurden in Konja gefertigt, dem langjährigen Zentrum der türkischen Teppichfertigung. Die im 16. und 17. Jahrhundert entstandenen Teppiche sind den persischen durchaus ebenbürtig. Türkische Teppiche sind in hohem Maße von Griechen beeinflusst, die früher die Teppichproduktion beherrschten. Die etwas derben Teppiche aus Wolle, Baumwolle und Seide sind mit dem türkischen Knoten (Ghiordes oder Turkbaf) geknüpft. Übliche Muster sind Gebetsnischen mit geometrischen Motiven. Menschen und Tiere werden aus religiösen Gründen weniger abgebildet. Heute werden viele moderne Musterungen hergestellt oder ganz alte Designs wiederbelebt und scheinbar alt auf den Markt gebracht. Durch den Verkauf an Touristen in der Türkei hat der türkische Teppich außerhalb der Türkei fast keinen Markt. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei den durch Touristen bezahlten Preisen meist nicht mehr überein.

Materialien

 


Argentinien-Wolle


Beispielbild Argentinien-Wolle

Argentinische Wolle wird häufig in Indo Gabbeh Teppichen, die ein etwas rustikaleres Aussehen haben, verwendet. Diese Wolle wird auch gerne mal als Hochlandwolle angepriesen, kann aber mit der sehr guten Tibethochlandwolle nicht ganz mithalten. Sie ist bei guter Mischung aber für den Einstiegsbereich bis hin zu mittleren Qualitäten gut geeignet.


Bambus Seide


Beispielbild Bambus Seide

Zellfaser aus den Stämmen der Bambuspflanze die durch schnelles Wachstum günstig gewonnen werden kann. Ähnliche Eigenschaften wie Viskose im Allgemeinen und vergleichbar mit den Eigenschaften von Seide; allerdings günstiger.


Ghazniwolle


Beispielbild Ghazniwolle

Sehr gute Schafwolle aus der afghanischen Provinz um die Universitätsstadt Ghazni, welche sich besonders durch den hohen Lanolingehalt auszeichnet. Grob formuliert stammt die Wolle aus einem Gebiet, wo die Schafzucht sehr gute Wollresultate durch die vorhandene Kälte und den großen Schurabständen zulässt. Die Wolle wird handversponnen und mit Naturfarben gefärbt. Dadurch lässt sie sich sehr gut reinigen und ist besonders strapazierfähig.


Kammgarnschurwolle


Beispielbild Kammgarnschurwolle

Sehr feine Schafschurwolle die durch Kammgarnverfahren hergestellt wurde und so die Herstellung sehr feiner Teppiche ermöglicht.


Kork/Schafwolle


Beispielbild Kork/Schafwolle

Korkwolle sehr feine Unterwolle persischer Schafe, gewonnen durch Auskämmen, auch Ausreißen, wodurch eine größere Reinheit beim Scheren gewährleistet und die Kräuselstruktur des Wollhaares besser gewahrt sein soll. Korkwolle wird als Knüpfwolle für hochwertige Teppiche verwendet.


Korkwolle/Seide


Beispielbild Korkwolle/Seide

Eine Mischung aus Korkwolle und Seide im Flor um die Musterung zu betonen und die Feinheit des Teppichs zu unterstreichen. Wird nur bei den feinsten Teppichen angewandt.


Natur-Farbe


Beispielbild Natur-Farbe

Die Färbekunst entwickelte sich mit der Knüpfkunst, sie geht auf jahrtausendalte, überlieferte Methoden zurück. Wolle und Seide für die Teppichherstellung werden vorzugsweise mit natürlichen Farbstoffen gefärbt. Die erreichbaren Färbungen sind nicht grell und schreiend, sondern fügen sich zu zarten und harmonischen Kombinationen. Ein häufiges Farbmittel für Rot und Rotbraun wird aus der der Wurzel der Färberkrapppflanze gewonnen. Hierbei sind die Farbstoffe Alizarin und Purpurin von besonderer Bedeutung. Unterschiedliche Farbtöne wurden durch Beizen mit Aluminiumsalzen (Rot) oder Eisensalzen (Violett bis Braun) erreicht. Purpurrot – „die Farbe der Könige“ – stammt aus dem Panzer der Schildlaus. Für Blau wird die Wurzel der Indigopflanze, für Gelb Färber-Wau, Gelbwurz, Kurkuma, Kamille oder der Farbstoff der Granatapfelschalen. Grüne Töne lassen sich durch Überfärben von Indigo mit einem gelben Farbstoff erzeugen. Mit Indigo und Krapp färbt man violette und braunviolette Töne. Safran liefert einen gelborangen Farbton. Cochenille als Insektenfarbstoff der Farblaus und Blauholz (Campecheholz) aus Amerika erreichten im 16. Jahrhundert den Orient. Weitere Insektenfarbstoffe stammen aus Sekreten, die im Wesentlichen Schellack bzw. Stocklack enthalten. Die Farbstoffe sind hierbei Karminsäure und Laccainsäure, die ein bläuliches Rot lieferten.


Natur-Hanf


Beispielbild Natur-Hanf

Hanf (Cannabis sativa) ist eine Pflanze, die ursprünglich in Zentralasien zu Hause ist. Sie wird vermutlich seit mehr als 4500 Jahren angebaut. Die einjährige Pflanze wird für drei Bereiche verwendet: Textilfasern, Hanföl und medizinische bzw. narkotische Stimulantia. Die Hanffaser ist eine kräftige, widerstandsfähige und wasserfeste Faser. Daher wird sie auch in Teppichen und Matten, aber auch für Schnüre, Netze und Seile verwendet.


Natur-Seide


Beispielbild Natur-Seide

Naturseide wird aus den Kokons des Maulbeerspinners gewonnen. Die Herkunft dieses Insektes ist China, über Korea kam die Zucht nach Byzanz und ins südliche und mittlere Europa und wurde hier in Italien und dann in Frankreich zu Stoffen verarbeitet. Zehn Tagen nach der Eiablage schlüpfen Raupen, die ausschließlich frische Blätter des Maulbeerbaums fressen. Nach vier Wochen sind sie fingerdick und verpuppen sich. Bevor die Spinner schlüpfen, werden die Larven in den Kokons durch heißes Wasser oder Wasserdampf abgetötet. Dabei lösen sich die äußeren Lagen. Jetzt wird die Haspelseide von den Kokons „abgehaspelt“, d. h. abgewickelt und aufgespult. Ein Kokon kann bis zu 25.000 m Faden ergeben.Bei manchen Teppichen wird diese Haspelseide für Kettfäden genutzt. Bei den meisten Seidenteppichen ist das Flormaterial gemeint; Kette und Schuss sind dann oft aus Baumwolle. Einige Teppicharten werden auch gänzlich aus Seide hergestellt. Seide ist nicht so elastisch wie Schafwolle, aber sehr strapazierfähig. Aufgrund ihrer hohen Reißfestigkeit lässt sich Seide dünner verspinnen und Teppiche von sehr hoher Feinheit mit hoher Knotendichte können geknüpft werden.


Natur-Seide/Seide


Beispielbild Natur-Seide/Seide

Diese Zusammensetzung bedeutet einen absoluten Einsatz von Naturseide, sowohl im Flor als auch im Grundmaterial. Dadurch kann der Teppich extrem fein geknüpft werden und erreicht Knotendichten von einer Mio. Knoten pro m² oder mehr, abhängig von der Teppichart. Mit dieser Einstellung werden die feinsten Teppiche der Welt geknüpft.


Neuseelandwolle


Beispielbild Neuseelandwolle

Bei guten Teppichen kommt oft die weiche und fetthaltige Neuseelandwolle zum Einsatz. Als größter Schafwollproduzent der Welt erzeugt man eben auch sehr gute Teppichwollen die punkto Strapazierfähigkeit, Glanz und Anmutung hervorragende Eigenschaften haben. Oft wird dieser Wolltyp auch mit anderen Wollarten gemischt.


Polyestermix


Beispielbild Polyestermix

Eine Mischung aus vornämlich Polyester und diversen anderen Materialien, meist ebenso Kunstfaser aber auch Schafwolle.


Schafwolle/Seide


Beispielbild Schafwolle/Seide

Eine gekonnte Mischung aus Schafwolle und Seide meist im Flor und bei feinen Teppichen. Durch das Beifügen von Seide wird die Musterung im Design betont und die Motive stärker hervorgehoben. Der Seidenanteil kann von 10% bis 50% variieren. Wird auch bei modernsten Teppichen eingesetzt.


Schurwolle


Beispielbild Schurwolle

Zunächst sollte ein guter Teppich aus Schurwolle hergestellt sein und nicht einfach aus „Wolle“. Nur der Begriff Schurwolle stellt halbwegs sicher, dass die Wolle sozusagen frisch vom geschorenen und lebenden Schaf stammt und nicht am Ende der Woche die Reste aufgekehrt und mit allen Mitteln der Kunst weiterverarbeitet wurden.Aber selbst bei Schurwolle gibt es riesengroße Unterschiede in der Qualität je nach Herkunftsland und der Mischung bzw. Anteil der guten Haarpartien eines Schafs (z.B. die Halsregion).So muss eine Wolle, um die Bezeichnung Schurwolle zu erhalten einen gewissen Anteil an Schurwolle besitzen. Damit ist gewährleistet, dass es sich um qualitativ hervorragendes Material handelt.

Designs


Abadeh


Beispielbild Abadeh

Fein und fest geknüpfter Teppich aus dem nördlichen Afschari-Gebiet (Iran) aus seidiger, glänzender Knüpfwolle. Dominierend und typisch ist die Farbe Ziegelrot.


Afghan



Beispielbild Afghan

Afghanische Teppiche zumeist in Rottönen und geometrischen Musterungen. Oft Wolle auf Wolle geknüpft in einfachen Qualitäten, rustikal aber strapazierfähig.


Afschar



Beispielbild Afschar

Nomadisierende Stammesgruppe türkischer Herkunft mit vielen Untergruppen. Die A. knüpfen die gleichnamigen Teppiche vornehmlich im Südosten des Iran (Fars). Typisch ist eine stark stilisierte Musterung mit floralen, Tier- und geometrischen Motiven. Die Teppiche – oft als Brücken – sind locker, langflorig und reizvoll im Stil, farbenfroh und in dunklen Tönen gehalten. Alte Teppiche sind selten und teuer.


Anapurna



Beispielbild Anapurna

Das Material dieses Teppichs besteht ausschließlich aus Hochlandwolle. Alle Einzelornamente wie auch die Gesamtkomposition entspringen aus der Feder europäischer Designer und unterliegen einem ständigen Wechsel. Im Rahmen der Internationalen Entwicklungshilfe Organisationen wie das Rote Kreuz, begann unter der federführenden Hand von Heinrich Harrer, vor rund 50 Jahren, die Knüpfung von modernen Nepal Teppichen. Die meist von Exil – Tibetern geknüpfte Ware entspringt den Tempelteppichen des Tibet. Auch heute tragen Tibeter Teppiche zur Erhaltung sozialer Lebensbedingungen bei.


Ardebil



Beispielbild Ardebil

Historisch berühmte Stadt und altes Teppichknüpfzentrum in Nordwestpersien mit der gleichnamigen Moschee, wo im Jahre 1539/40 der Ardebilteppich geknüpft wurde. Teppiche dieser Region sind fein geknüpft, die Muster stark abstrahiert und stilisiert; sie lehnen sich bei großer Farbenfreude oft an kaukasische Motive (Schirwan) an.


Ardekan



Beispielbild Ardekan

Ardakan-Teppiche, handgeknüpfte Teppiche aus dem nordwestlichen Teil der Provinz Jasd im Iran. Diese robusten Teppiche ähneln in Mustern und Farben den Keschan-Teppichen.


Asadabad



Beispielbild Asadabad

Diese Teppiche werden in der Kleinstadt Asadabad geknüpft, die im Hamadan-Gebiet in Westpersien liegt. Die Teppiche sind in der Regel sehr farbenprächtig und robust. Sie werden aus einer Wolle von guter Qualität geknüpft. Insgesamt ein Teppich mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Die Teppiche gehören zur Gruppe der Hamadan Teppiche.


Azeri



Beispielbild Azeri

Azeri kommen aus der Türkei, Zentral-Anatolien – Nachahmungen kommen aus Pakistan, Indien. Großflächig, geometrisch bis abgewandelt floral, mit Medaillon oder Allover. Folg der Tradition der alten Baghschayech und Serapi. Sehr beliebter ausdrucksstarker Teppich der in den 80er Jahren des 20. Jhd. Die Tradition antiker Dessins der Provenienz Heris (Persien) aufgenommen und weiter entwickelt hat. Der Name Azeri ist warenrechtlich geschützt, wird aber allgemein genutzt.

Bachtiar


Beispielbild Bachtiar

Die persischen Teppiche werden unter dem gemeinsamen Namen Bachtiar verkauft, manchmal auch mit Ortsangaben wie Boldaji, Feridan oder Saman. Die Teppiche sind aus kräftiger, dicker und fester Wolle; sie zählen zu den verschleißfestesten Perserteppichen. Ein bekanntes Teppichmuster ist das sog. Chesti (Gartenmuster), bei dem der Teppich in Felder mit Pflanzen- und Tiermotiven eingeteilt ist; diese symbolisieren den persischen Garten. Es kommen auch Medaillon- und Lebensbaum-Motive vor, die von Isfahan-Teppichen beeinflusst sind.

Belutsch


Beispielbild Belutsch

Knüpfteppiche der Beludschi-Nomaden und Bauern aus Ost- und Westpersien. Die Wollteppiche haben eine glänzende Oberfläche und weisen sowohl afghanische als auch persische Motiveinflüsse auf. Die Muster sind stark geometrisch angelegt.

Benares


Beispielbild Benares

Diese Teppiche werden in einem klassischen, orientalischen Stil mit Einflüssen von Bidjar-, Kerman- und Mir-Motiven handgeknüpft. Die Teppiche werden in Werkstätten in Varanasi (Benares) in Indien hergestellt. Bei der Herstellung wird hochwertige Wolle aus Indien oder Neuseeland verwendet, die in harmonischen und natürlichen Farbtönen eingefärbt wird.

Bidjar


Beispielbild Bidjar

Teppichknüpfgebiet im kurdischen Teil des Iran. Die dort hergestellten Teppiche sind besonders dicht und dick gearbeitet, so dass sie nahezu unverwüstlich sind, was durch eine spez. Bindungstechnik erreicht wird (Bidjar-Bindung). Der Bidjar wird meist in Brückenformaten, aber auch in Größen bis zu 40 qm und mit einem zentralen Medaillon geknüpft, wobei das Heratimotiv als Standardmuster ebenso vertreten ist wie die Mina Khani Zeichnung. Eine Vorliebe besteht zum Rotton. Zuerst erweckt dieser Teppich den Eindruck, dass der Knüpfer sehr bemüht war, all die kleinen Motive ganz gleichmäßig über das Feld zu verteilen. Dennoch fehlt es dem Stück nicht an Phantasie. Bei näherem Hinsehen erkennt man das (Fische im Teich – Herati Muster) in seinen geometrischen Zügen mit Lanzetblättern und Blüten verziert. Graziös geschwungen sind die Eckmotive und das Zentralmedaillon. Die Bordüre macht den Teppich vom Kolorit her freundlich.

Bochara


Beispielbild Bochara

Turkmenisches Teppichmuster, benannt nach der gleichnamigen, geschichtlich berühmten Stadt im östlichen turkmenischen Gebiet. Der Bochara ist ein Nomadenteppich und wurde fast ausschließlich von Tekke-Turkmenen, nur selten von anderen Stämmen geknüpft. Seit fast 100 Jahren wird der Bucharateppich maschinell nachempfunden, kann aber das Original nicht erreichen. Auf rotbraunem Grund befindet sich ein Raster von senkrechten und waagerechten Linien, deren Schnittpunkte mit einer abgerundeten, achteckigen Sternform, der Göl, markiert sind. In Kaschmir und im Pandjab sind seit Jahrhunderten feine Teppiche geknüpft worden. Um 1950 übernahmen die Pakistani das Bochara Muster. Es sind wunderbar geometrisch durchgemusterte Teppiche die unser Auge erfreuen. Einen Pakistan Bochara erkennt man an seiner Baumwollkette. Diese feinen Teppiche mit über 250.000 Knoten sind in Ihrem Nomadenstill sehr perfekt gemacht.

China Seide


Beispielbild China Seide

Sie sind ganz und gar aus Seide geknüpft. Extrem dicht geknüpft mit Mustern, die von der alten persischen Teppichknüpfkunst inspiriert sind. Gelegentlich gibt es goldfarbene Verzierungen. Der Teppich gilt als blumig und der Preis liegt in der Regel unter vergleichbaren Teppichen aus Kaschmir oder Persien.

Dardjasin


Beispielbild Dardjasin

Ursprungsland Iran, Hamadan-Gebiet. Zählt zu den Unterprovenienzen der Hamadan-Knüpfungen.
Geometriesierte florale Ornamente – rot dominiert.

Djoscheghan


Beispielbild Djoscheghan

Djoscheghan- od. Joschagan-Teppiche, handgeknüpfte Teppiche aus Joschegan (Zentraliran). Hier werden Teppiche seit dem 18. Jahrhundert geknüpft. Sie haben ein Medaillon mit Rauten, die geometrische Motive enthalten. Sonstige Muster sind Minah Chani sowie Gül in Henna- und Trauerweide-Motiven. Häufige Farben dieser robusten Teppiche sind Blau, Rot und Beige.

Farahan


Beispielbild Farahan

Diese Teppiche werden im Sarough-Gebiet in Zentralpersien geknüpft. Die schönen Teppiche verfügen über eine hohe Knotendichte und haben eine sehr hohe Qualität, sowohl bei der Wolle als auch bei der Farbe. Die Teppiche gelten als robust. Ältere Farahan Teppiche hoher Qualität haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Gabbeh


Beispielbild Gabbeh

Aus der Steppenlandschaft des Zagres Gebirges des Irans stammen diese traditionsreichen Nomadenteppiche. Die Gabbeh Kunst ist die Domäne der Frauen. Mit viel Geschicklichkeit knüpfen sie diese farbenfrohen Teppiche, deren moderne Musterungen Tiere und Gegenstände des Alltags oder Szenen aus dem täglichen Leben zeigen. Als Knüpfmaterial verwenden die Frauen beste handversponnene Wolle, die mit Pflanzenfarben gefärbt wird. Typisch für Gabbeh-Teppiche ist der auffallend schöne Abrasch, der reizvolle Kontraste schafft. Die verblüffendsten Gabbehs entstehen dort, wo man den Knüpferinnen freie Hand lässt. Jeder Gabbeh ist für sich ein Unikat, das sich besonders in modernen Wohnungseinrichtungen harmonisch einfügt. Wir führen eine Vielfalt an verschiedenen Farben, Designs in allen Größen. Dieser Teppichtyp unterscheidet sich stark von den traditionellen Orientteppichen. Bei hoher Mustervielfalt auf großen einfarbigen Flächen und unter sparsamer Verwendung von einfachen Ornamenten wie Rauten oder der Lebensbaum, werden diese Teppiche in einem wesentlich freieren, spontaneren Stil gestaltet als Orientteppiche. Denn ursprünglich wurde der Gabbeh nur für den Eigengebrauch der Nomaden gefertigt. Die Motive wie Tiere, Vögel, Menschen sind oft der direkten Umgebung entnommen oder entstehen meist aus dem Gedächtnis heraus.



Gabbeh aus Indien


Beispielbild Gabbeh aus Indien

Diese Teppiche werden in Indien geknüpft. Die Teppiche sind für ihre einfachen, etwas naiven Muster von bäuerlicher Schönheit bekannt. Die indischen Teppichknüpfer holen sich für diese Teppiche viele Anregungen von den entsprechenden persischen Teppichen. Die Wolle ist in der Regel von guter Qualität. Die Teppiche haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und oft eine sehr gut aufeinander abgestimmte Farbgebung.

Gabbeh Persien


Beispielbild Gabbeh Persien

Diese Teppiche werden von Nomaden und Gashgai-Halbnomaden im Südwest-Iran geknüpft. Die Teppiche sind für ihre einfachen, naiven Muster von bäuerlicher Schönheit bekannt. Die Nomaden beziehen ihre Anregungen aus ihrem Umfeld, wodurch ein moderner und spannender Teppich entsteht. Die Wolle ist in der Regel von guter Qualität.

Gebetsteppich


Beispielbild Gebetsteppich

Der Gebetsteppich, wird von Mohammedanern beim Gebet verwendet. Die Teppiche sind mit sog. Gebetsnischen geschmückt; die Gebetsnische zeigt in Richtung Mekka. Diese kleinen Teppiche (höchstens in Saronim-Größe = 150 x 100 cm) schaffen sozusagen einen Freiraum zur Andacht und zum Gebet. Sie können mühelos zusammengerollt und transportiert werden. Neben handgeknüpften Gebetsteppichen kommen auch maschinell hergestellte vor; diese sind jedoch von geringerer Qualität.

Ghashgai


Beispielbild Ghashgai

In der Provinz Fars, im Südwesten Irans, bei der historischen Stadt Persepolis, lebt der Nomadenstamm Gashgai. Die Gashgai sind Halbnomaden und daher hauptsächlich im Sommer unterwegs. Sie üben normalerweise drei Berufe aus: Sie sind in der Landwirtschaft, im Kunsthandwerk und in der Tierzucht tätig. Aus dem Kunsthandwerk kommen die Teppichknüpfer, die früher die Teppiche, aus eigenen Erzeugnissen, nur für den Eigenbedarf geknüpft haben. Heute knüpfen die Gashgai die berühmten Gabbeh-Teppiche, auf transportablen Knüpfstühlen. Der Unterschied zu den herkömmlichen Knüpfstühlen ist die horizontale Lage der Nomadenknüpfstühle. Die darauf entstehenden Gabbehs sind sehr strapazierfähig und von Flor eher lang geschnitten. Es wird für die Teppich nur reine Schurwolle und Pflanzenfarben verwendet. Der Schuss und die Kette sind meistens aus Ziegenhaar oder aus Schurwolle.

Ghochan


Beispielbild Ghochan

Ghochan-Teppiche, robuste handgeknüpfte Medaillon-Teppiche in dunklen Farben aus dem Hamadanbezirk (Iran).

Ghom


Beispielbild Ghom

Die Stadt Ghom liegt an einem ausgetrockneten Flussbett, ca. 150 km südlich von Teheran. Sie ist die zweitheiligste Stadt des Landes und Sitz eines theologischen Ausbildungszentrums. In einem prachtvollen Mausoleum ist die Schwester des achten Imams bestattet. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man hier mit der Teppichknüpferei. Typisch für Ghom-Teppiche ist die feine Ausführung mit Flor aus Wolle oder Seide. Die persischen Knoten sind häufig dicht geknüpft. Die Teppichmuster stammen aus verschiedenen Gegenden Irans. Manche Muster enthalten Seidendetails. Auch reine Seidenteppiche sind üblich (Ghom-Seide). Üblich sind Garten-, Medaillon- oder Figurenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven. Ghom-Teppiche werden heute auch an anderen Orten gefertigt. Auch die Bezeichnungen Ghome, Gom, Qum, Kum und Qom kommen vor.

Ghom-Seide


Beispielbild Ghom-Seide

Diese Teppiche werden in der heiligen Stadt Ghom in Zentralpersien geknüpft. Das Material der Teppiche ist Seide, was sie dünn und dicht macht. Die Teppiche sind äußerst sorgfältig gearbeitet und in bestimmten Fällen sehr detailliert ausgearbeitet. Diese Art von Teppich ist beispielhaft für die exzellente Tradition der Seidenknüpfung und es handelt sich um einen der besten Teppiche, die neu hergestellt werden.

Goltogh


Beispielbild Goltogh

Goltogh (Vorort von Zanjan) ist ein kleiner Ort im Nordwesten Irans. Im ganzen Ort sind sehr viele Kurden sesshaft geworden. Daher haben Goltukteppiche eine Bidjar-ähnliche Struktur. Sie sind fast genauso fest und hart. Die Teppiche wirken etwas streng und bewährt, da sie nach Jahrhunderten alten Mustern hergestellt werden. Die Muster sind bäuerlich. Es wird sehr viel blau, rot und braun verwendet. Der Schuss und die Kette sind aus Baumwolle, der Flor aus guter strapazierfähiger Wolle. Die Goltukteppiche sind sehr gut für den Hausgebrauch geeignet.

Hamadan


Beispielbild Hamadan

Aus der Stadt und dem gleichnamigen Bezirk in Westpersien (Iran) kommen die gleichnamigen, heute meist von der bäuerlichen und viehzüchtenden Landbevölkerung geknüpften, in der Musterung vielseitigen und abwechslungsreich gestalteten Arbeiten. Sie sind ihrem Charakter nach derb, ziemlich dicht und bei Einsatz oft grober Wollen sehr strapazierfähig. Die durchschnittliche Knüpfdichte liegt zwischen 80.000 – 140.000 Knoten/qm. Bevorzugt werden ein dunkles Blau, Rot, Braun und Creme. Es sind auch viele qualitativ minderwertige Massenartikel am Markt. Ein Teil dieser Ware wird auch über den großen Handelsplatz Mosul vertrieben.


Hanfteppich-BIO

Beispielbild Hanfteppich-BIO

Hanf (Cannabis sativa) ist eine Pflanze, die ursprünglich in Zentralasien zu Hause ist. Sie wird vermutlich seit mehr als 4500 Jahren angebaut. Die einjährige Pflanze wird für drei Bereiche verwendet: Textilfasern, Hanföl und medizinische bzw. narkotische Stimulantia. Die Hanffaser ist eine kräftige, widerstandsfähige und wasserfeste Faser. Daher wird sie auch in Teppichen und Matten, aber auch für Schnüre, Netze und Seile verwendet.

Hereke


Beispielbild Hereke

Der Intuition eines Sultans verdankt die Hofmanufaktur von Hereke ihre Entstehung. Als nämlich der Sultan Abdülmecid am 25. Juni 1844 eine Seereise im Marmarameer unternahm, sah er vom Schiff aus die Gestade Herekes und auch dessen Seidenspinnerei. Spontan entschloss er sich, die Seiden- und Teppichproduktion zu fördern und so entstand die Kulturhistorisch so bedeutende Hofmanufaktur von Hereke. Ihre höchste Blütezeit erreichte sie zwar unter Sultan Abdulaziz gegen Ende des 19. Jahrhunderts, aber ihre Knüpferzeugnisse waren immer hervorragender Qualität, mit ca. 1 Mill. Knoten per m² und mehr. Erzeugt werden überwiegend kleine Formate auf Seidenkette. Heute werden viele Hereke-ähnliche Teppiche aus Seide von China importiert und in der Türkei zu überhöhten Preisen an Touristen verkauft.

Heriz


Beispielbild Heriz

Teppichknüpfgebiet im Nordwesten des Iran. Diese Teppiche haben eine gute Strapazierfähigkeit bei schöner, meist geometrischer Musterung mit zentralem Medaillon. Der weiße Fond ist meist rot umrahmt, bei milden Farbtönen wirkt der Teppich gedämpft. H.-Teppiche werden auch als Spiegelteppiche und feine Seidenteppiche angeboten. Brücken und Läufer werden nicht geknüpft.

Huseinabad


Beispielbild Huseinabad

Diese Teppiche werden in und in der Gegend um das Dorf Hosseinabad in Nordwest-Persien geknüpft. Das Muster der Teppiche ist häufig das so genannte Herati-Motiv, das von älteren Farahan-Teppichen inspiriert ist. Die Teppiche, die dick und robust sind, gehören zur Gruppe der Hamadan Teppiche.

Isfahan


Beispielbild Isfahan

In Zentralpersien (Iran) gelegene Stadt und gleichnamiges Teppichknüpfgebiet, das unter dem Schah Abbas dem Großen (1587-1629) zu einem blühenden Textil- und Teppichzentrum wurde. Die Knüpfungen dieses Gebietes gehören auch heute wieder zu den besten Produkten des Landes. Bei feinster Knüpfung und kurzer Schur zeigen sie unter Verwendung von Arabesken, Palmetten, Rosetten, den zierlichen Spiral- und Gabelranken und einem entsprechend geprägten Medaillon häufig einen zarten roten, hellblauen oder beigefarbenen Grund. Exakte Darstellung der Details, bevorzugt wurden neben Jagd- und Tiermotiven die reichen Dessins der Safawiden-Zeit. Die heute gefertigten Teppiche schließen an die alte Tradition hinsichtlich Feinheit, kurzer Schur und Dessinierung an. Sehr häufig wird auf reiner Seide in Kette und Schuss geknüpft, d.h., es ist eine entsprechend hohe Knüpfdichte anzutreffen.

Jaldar


Beispielbild Jaldar

Teppiche aus Pakistan mit geometrischen Musterungen in Rautenform ähnlich dem Bocharamuster. Meist in Pastellfarben und dichter Knüpfung. Ware mit zumeist schönem Glanz, niedrigem Flor und auf Baumwollgrund.

Kargai

Beispielbild Kargai

In Pakistan geknüpfter Teppich im Stil der alten Afghanteppiche, aber mit erdigeren Farben und sehr schönem Glanz versehen. Oft auf Schafwollkette und in geometrischen Musterungen, auch in ganz großen Größen verfügbar.

Kaschmar

Beispielbild Kaschmar

Diese Teppiche werden in der kleinen Stadt Kashmar in Nordost-Persien, die für ihre qualitativ hochwertigen Teppiche bekannt ist, handgeknüpft. Die Teppiche sind wegen ihres einzigartigen Zirhaki-Musters berühmt und sind heutzutage ziemlich selten. Der Teppich ist meist nur in Großgrößen erhältlich und erinnert in bestimmten Fällen an klassische Kashan Teppiche mit ihren Medaillons und besonderen Eckmustern.

Kashmir

Beispielbild Kashmir

Diese Teppiche werden in einer Reihe von Werkstätten im Gebiet Kashmir geknüpft, das sich zwischen Pakistan und Indien erstreckt. Die Teppiche werden aus Seide hergestellt, welche so behandelt wurde, um einen besonderen Glanz zu erzielen, und sie sind dicht geknüpft, was einen strapazierfähigen Teppich ergibt. Heutzutage gelten diese Teppiche als die hochwertigsten die aus Naturseide im Flor mit Baumwollgrundgewebe oder komplett aus Seide sind. Sie haben ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und lassen sich trotz der Seide auch sehr gut reinigen.

Kazak

Beispielbild Kazak

Geknüpfte Teppiche aus dem Gebiet der Kasaken, Kurden und Armenier, dem südlichen Kaukasus. Dieses Gebiet hat eine große Teppichknüpftradition. Die für diese Teppiche verwendete Wolle zählt zu den besten und glanzreichsten Wollen, die der Kaukasus liefert. Für die Färbung wurden über lange Zeit nur Pflanzenfarben verwendet, die auch nach dem Vordringen der synthetischen Farbstoffe gebietsweise noch verwendet werden. Die Musterung ist meist geradlinig geometrisch. Bei hoher Schur und dem Gördes Knoten sind die Teppiche in allen Größen zu erhalten. Diese Teppiche werden in Afghanistan handgeknüpft. Das Muster ist von geometrischen Mustern aus Russland inspiriert und die Wolle wird mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt. Die Teppiche sind strapazierfähig und haben kräftige Farben. Sie werden mit Steinen gewaschen, um den besonderen, glänzenden Charakter zu erzielen.

Kelim

Beispielbild Kelim

Neben den Florteppichen ist in fast allen Ländern der Teppichknüpfung auch der Kelim (Kilim) anzutreffen, der als gewebter, florloser Teppich, bedingt durch die Art der Herstellung, auf beiden Seiten das gleiche Bild zeigt. Die aus Kette und Schuss bestehenden klassischen Kelims werden von Hand gefertigt. Das farbige Schussmaterial besteht meistens aus Wolle und wird an den musterbildenden Stellen eingelegt. (Schlitztechnik). Unter den prächtigen Orientteppichen sind Kelims die charaktervollen Verwandten. Sie werden handgewebt, so sind sie viel flacher und leichter. Die Kelims werden während des Knüpfens, in einer schöpferischen Vielfalt an Variationen und individuellen Kompositionen völlig ohne Vorlage gestaltet, obwohl die Entwürfe auf überlieferte Muster und Motive beruhen. Diese Teppiche, die eine ästhetische Ausdruckskraft, Brillanz und Glut an Farben besitzen, werden sowohl von sesshaften als auch von wandernden Stämmen gefertigt. Herkunftsgebiete sind der Iran, Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und die angrenzenden Gebiete. Heute wird der Kelim sowohl als Teppich wie auch als Wanddekoration verwendet.

Keschan

Beispielbild Keschan

Teppichbezeichnung nach dem gleichnamigen Herstellungsort südlich von Teheran in der Provinz Esfahan, bekannt für Teppiche und Brücken in höchster orientalischer Knüpfkunst. Bei sehr großer Knotendichte ist der meist niedrige Flor von bester kaukasischer Wolle. Feinste Zeichnung der oft mit einem Medaillon gemusterten Knüpfungen, wobei die Ecken mit einem Viertel des eigenen Medaillons ausgefüllt sind. Bei einigen Teppichen dominiert eine rote, bei anderen eine blaue Farbauswahl. Die Größen reichen von kleinen Brücken bis zu großen Zimmerteppichen. Große Knüpftradition in feinen Varianten.

Khal-Mohammadi

Beispielbild Khal-Mohammadi

Khal Mohammadis werden von Turkmenen im Norden Afghanistans handgeknüpft. In einigen Fällen können Sie auch in Pakistan von Turkmenen geknüpft werden, die über die Grenze geflüchtet sind. Traditionell ist das Muster ein Elefantenfuß und Afghan Teppiche sind wegen ihrer schönen roten Farbschattierung berühmt. Die Teppiche halten viel aus, es sind die qualitativ Besten aus Afghanistan. Ein schöner Teppich, der seinen Preis absolut wert ist.

Kirman

Beispielbild Kirman

Region und Stadt in Südostpersien (Iran) mit großer Bedeutung im Teppichhandel. Seit dem 16. Jh. werden dort Teppiche geknüpft, wobei feinste Knüpfungen eine Knotenzahl von 2500-5000 Knoten/qdm aufweisen. Palmetten, Rosetten, Rauten und anderen Motiven in meist floraler Form in hellen Farben bewirken ein zart und freundlich wirkendes Gesamtcolorit. Gute Kerman-Teppiche sind sehr teuer. Die seit etwa Mitte dieses Jahrhunderts eingeführte Dschuftiknüpfung und die Anwendung einfacher, offener Schlingen für das Florgarn wirkte sich sehr negativ auf den Ruf dieser Teppiche aus. In der Zwischenzeit ist man weitgehend wieder zu der normalen persischen Knüpfung zurückgekehrt.

Koliai

Beispielbild Koliai

Diese Teppiche werden von kurdischen Stämmen in Nordwest-Persien geknüpft. Die Teppiche sind fest geknüpft und robust mit hohem Flor und schönen Mustern. Die Muster bestehen oft aus geometrischen Figuren in abgetönten Farben. Die Teppiche sind sehr strapazierfähig und das Preis-Leistungsverhältnis ist gut.

Lahore

Beispielbild Lahore

Lahore-Teppiche, handgeknüpfte Teppiche aus Lahore im Punjab (Pakistan). Heute werden hier Teppiche mit turkmenischem Design geknüpft. Die Teppiche sind sehr exakt und ordentlich gefertigt. Besonders auch als runde Teppiche zu haben.

Linie-Natur-fein

Beispielbild Linie-Natur-fein

Teppiche mit ungefärbter Wolle in hellen und dunklen Beigetönen und starker Apraschbildung im Flor. Zumeist wenig Musterungen, oft nur Bordüren oder zarte Ränder mit Reliefschnitten im Flor. Diese Teppiche sind strapazierfähig, haben einen hohen Flor und eine sehr gute Wolle als Flormaterial.

Loop-Ton/Ton

Beispielbild Loop-Ton/Ton

Teppiche mit der Looptechnik im Flor, was bedeutet, dass der Flor in Schlingen gelegt und nicht geschnitten ist. Dadurch erhält der Teppich eine Musterung obwohl oft nur eine einzige Farbe im Flor verwendet wird.

Gabbeh-Loribaff

Beispielbild Gabbeh-Loribaff

heißt auf Deutsch „von den Lori geknüpft“. Ihr Name weist auf die Luren, ein altes indogermanisches Nomadenvolk, das seit präantiken Zeiten in den unwegsamen Wüstenländern des mächtigen Zargosgebirges im Südwesten des Iran lebt. Ihre Teppiche werden von lebensfrohen Knüpferinnen geschaffen, mit der Aufgabe, Lebensfreude zu vermitteln. Beste handgesponnene Wolle, schillernd und leuchtende Naturfarben machen die nomadischen Knüpfkunstwerke zu einem Fest der Sinne.

Mauri Exklusiv

Beispielbild Mauri Exklusiv

Aus Afghanistan stammende geometrisch gemusterte Teppiche mit feinem Gülmuster und starken rot und schwarz Anteilen in der Musterung. Diese Teppiche sind sehr fein gemustert, strapazierfähig und zeitlos. Ein Teppich der alles mitmacht und sich auch bei großen Größen oder unter Esstischen besonders bewährt.

Mahal

Beispielbild Mahal

Neben dem Feraghan Teppichknüpfungen aus Sultanabad (Gebietsbezeichnung Mahallat) im mittleren Zentraliran. Lockere Knüpfungen, hoher Flor unter Verwendung mittlerer bis glänzender Wolle bei durchgemusterter Optik in Form von Medaillons, Rhomben, Hexagonen etc. Stilistische Verwandtschaft mit dem Sarough, der als die beste Qualität bezeichnet wird.

Mesched

Beispielbild Mesched

Mashad ist die Hauptstadt der Provinz Chorassan im Nordosten von Iran; In der Antike gab es hier zwei wichtige Orte, Nogan und Sanaband, aus denen das heutige Mashad entstand. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung kam aus der berühmten Stadt Tos, die von den Mongolen fast vernichtet wurde. So wurde die Stadt Mashad, mit heute ca. 2.000.000 Mio. Menschen gegründet. Mashad war in der Zeit von Naderschah 1736 auch die Hauptstadt von Persien. Damals ist sie enorm gewachsen. In der Gazaren-Dynastie ist Mashad auch ein sehr wichtiger theologischer Ort gewesen.
Die Teppiche wurden hauptsächlich für das Ausland angefertigt. Bis heute erkennt man noch an den Muster und Farben den damaligen Einfluss. Heute werden in diesem Gebiet sehr unterschiedliche Teppiche hergestellt, verschieden in den Mustern, Farben und der Qualität. Die Kette und der Schuss sind aus Baumwolle. Der Flor ist eher unterschiedlich, manchmal ist er aus weicher oder aus sehr strapazierfähiger, robuster Schurwolle. Die Teppiche werden in verschiedenen Feinheitsgraden hergestellt, von grob bis sehr fein. Es werden hauptsächlich persische Konten verwendet. Früher wurden hier Teppiche von bestimmten Knüpfern für Adelshäuser in der ganzen Welt geknüpft. Die Teppiche aus Mashad sind sehr schön und dekorativ. Es werden auch in alten Familienmanufakturen immer noch sehr spezielle Teppiche angefertigt.

Meschkin

Beispielbild Meschkin

Meschkin Shahr ist eine der ältesten Städte Persien. Sie liegt ca. 900 km von der Hauptstadt Teheran entfernt, im Nordwesten des Landes in der Provinz Azerbaidjan. Der Meschkin-Teppich hat keinen eigenen Desingstil. Sie bedient sich meist der benachbarten kaukasischen Muster.

Moud

Beispielbild Moud

Diese Teppiche werden in Nordost-Persien geknüpft. Sie haben oft ein Herati-Motiv mit oder ohne Mittelmedaillon und normalerweise blaue oder weiße Schattierungen in der Fondfarbe. Die Qualität der Teppiche ist sehr hoch und sie sind langfristig eine gute Investition. Oft werden auch Gartenmotive verwendet die in diesem Teppich sehr gut zum Ausdruck kommen.

Nahawand

Beispielbild Nahawand

Diese Teppiche werden im Hamadan-Gebiet im Nordwesten Persiens geknüpft. Die Teppiche sind grob geknüpft aus stark glänzender Wolle und sie sind von hoher Qualität. Die Farben sind normalerweise rot oder blau mit Mustern, die Komponenten von nomadischen oder geometrischen Motiven enthalten. Gelegentlich weisen sie auch Medaillons auf.

Nain

Beispielbild Nain

Die in der gleichnamigen Stadt und ihrer Umgebung hergestellten Knüpfungen gehören mit zum Besten persischer Knüpfkunst. Oft in kleineren Formaten, aber in hoher Dichte und Feinheit bei kurzem Flor hergestellt. Die Zeichnung ist kurvig-floral mit arabesk- und medaillon-ähnlichen Motiven. Die Hauptfarben sind Grau, Blau und Beige. Ein sehr eleganter Teppich, der das Ambiente von gutem Stil immer unterstreicht.

Nepal

Beispielbild Nepal

Nepal ist das zwischen Indien und dem Himalaya-Gebirge liegende kleine Königreich mit der Hauptstadt Katmandu. In diesem durch die schwer zugänglichen Täler Jahrhunderte lang von der übrigen Welt abgeschnittenen Gebiet hat sich eine ganz eigene Knüpftechnik entwickelt. Bekannt geworden ist dieses Teppichknüpfgebiet besonders auch durch die von Tibeter Flüchtlingen aus der meist guten Wolle der Hochlandschafe im Senneh-Knoten geknüpften Tibetische Teppiche, die in Europa verstärktes Interesse finden.

Patchwork

Beispielbild Patchwork

Beim Patchworkteppich werden aus alten, gebrauchten und wiederbelebten Teppichen durch das zerschneiden und verkleinern des Ausgangsproduktes, neue zumeist bunte Teppiche in Patchworktechnik hergestellt. Diese kleineren Flicken werden nach der Wäsche und Schur nochmals überfärbt und dann zu einem gewünschten Teppich zusammengenäht. Meist erhalten Sie einen zweiten Baumwollrücken. Größe und Farbe ist gut anpassbar und der Patchworkteppich kommt meist in bunten oder einfarbig bunten Auftreten daher. Er harmoniert sowohl zur klassischen Einrichtung wie auch zu ganz modernen Möbeln.

Persian

Beispielbild Persian

Teppiche aus Pakistan mit orientalischer und floraler Musterung, zumeist hergestellt in der Gegend um die Stadt Lahore. Feine Knüpfungen, sehr exakt gearbeitet und mit einem schönen Glanz bilden sie eine schöne Ergänzung für jeden Raum.

Rudbar

Beispielbild Rudbar

Diese Teppiche werden in der Stadt Rudbar im Nordwesten des Irans geknüpft. Die Teppiche sind durch ihre stilisierten, oft die ganze Fläche bedeckenden Muster mit einem Mittelmedaillon gekennzeichnet. Sie sind in der Regel sehr farbenprächtig und die Wolle ist von guter Qualität. Die Teppiche haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und gehören zur Gruppe der Hamadan Teppiche.

Saph

Beispielbild Saph

Saph-Teppiche, Bezeichnung für handgeknüpfte Gebetsteppiche für die gesamte Familie. Das Muster besteht auch mehreren Mihrab-Mustern hintereinander, die für die einzelnen Familienmitglieder vorgesehen sind. Solche Teppiche kommen im ganzen Nahen Osten vor. Auch Kelims haben dieses spezielle Muster.

Sarab

Beispielbild Sarab

Sarab- od. Serab-Teppiche,handgeknüpfte Teppiche aus Sarab (nordwestl. Iran). Von hier stammen vor allem Galerieteppiche hoher Qualität mit geometrischen Mustern in Blau und Rot auf kamelfarbenem Grund.

Sarough

Beispielbild Sarough

Der Sarough-Teppich gilt als die feinste Mahal Qualität. Nach dem gleichnamigen Ort in Zentralpersien (Iran). Diese Teppiche, insbesondere die älteren Exemplare, gelten zu den besten persischen Arbeiten mit hohen Knüpfdichten und in gestaffelter Kette. Hierdurch sind sie besonders fest. Sie sind von hervorragender Wollqualität, niedrig geschoren und fein in der Musterung, die traditionell und sehr vielfältig ist. Zum Grundmuster gehören Mittelmedaillons, Viertelmedaillons in den Ecken und florale Ornamente. Als beliebte Kommerzware werden neuere Saroughs häufig in minderer Qualität in Bezug auf Farbgebung, Struktur und Stil angeboten.

Saveh

Beispielbild Saveh

Saveh-Teppiche, farbenfrohe handgeknüpfte und robuste Teppiche von Nomaden aus Saveh (nahe Hamadan im nordwestl. Iran). Die Teppiche haben geometrische Muster, vorherrschende Farben sind Dunkelrot und Blau.


Sherkat


Beispielbild Sherkat

Sherkat Farsh (Teppichgesellschaft auf Persisch) ist eine vor ca. 70 Jahren im Iran gegründete Stiftung. Ziel der Stiftung ist die Erhaltung der persischen Teppichkultur und der Teppichqualität. Die Stiftung organisiert heute die Qualitätsproduktion von Teppichen in 500 Dörfern und 100 Städten des Iran. Sherkat Farsh-Teppiche sind dicht geknüpft, verwenden Pflanzenfarben und Wolle hoher Qualität sowie reizvolle Muster und Farbkombinationen.

 
Shiraz

 
Beispielbild Shiraz

Hauptstadt der persischen Provinz Fars und Handelsplatz für gleichnamige Knüpferzeugnisse, obgleich diese nicht in der Stadt selbst hergestellt sind. Meist handelt es sich um einfache nomadische Arbeiten aus der Umgebung (Arabs, Ghashghai, Turki), die zum größten Teil mit Naturfarben gefärbt wurden. Alle Schiraz-Teppiche tragen das typische Merkmal der Nomadenteppiche; sie sind ganz aus Wolle gefertigt. Die Qualität dieser Wolle ist ausgezeichnet. Sie hat viel Sprung und einen seidigen Glanz. Warme Rottöne und Braun dominieren neben einem dunklen Blau und Cremeweiß. Der Schiraz gilt als ein originell gemusterter, locker geknüpfter Gebrauchsteppich ohne besonders großen Strapazierwert.



Senneh


Beispielbild Senneh

Diese Teppiche werden in der Stadt Sanandaj, die in der Provinz Kurdistan in West-Persien liegt, gewebt. Das Muster besteht aus Rauten und die Teppiche werden von roten und dunkelblauen Farbtönen dominiert. Die Wolle ist durchweg von sehr hoher Qualität. Nach Senneh (ältere Bezeichnung für Sanandaj) wurde der persische Knoten benannt.

 
Shirwan


Beispielbild

Bekannter Teppich aus dem südöstlichen Kaukasus, zwischen Baku und dem Kaspischen Meer gelegen. Feine Knüpfungen mit kurzem Flor sind das charakteristische Merkmal dieser Teppiche in guten Knotendichten. Helle Rottöne und Cremeweiß vermitteln den farblichen Gesamteindruck.

 
Stubner

 
Beispielbild Stubner

Frau Susanne Stubner, eine Designerin aus Bayern, hat sich durch die Entwicklung von Stoff und Teppichmustern einen Namen gemacht. Einige ihrer Entwürfe findet man auch bei Teppichen aus Nepal und Indien wieder. Die moderne Gestaltung und die fröhlichen Farben inspirieren jeden Raum.

 
Täbris

 
Beispielbild Täbris

Hauptstadt der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan, wo mindestens seit dem 16. Jh. Hofmanufakturen der Ilchane, Timuriden, Osmanen/Turkmenen und später der Safawiden bestanden. Die in diesen Manufakturen häufig unter Verwendung von Korkwolle hergestellten Teppiche zeichnen sich durch vielseitige Musterung und Typus aus und zählen zu den besten Teppichen Persiens. Zu erwähnen ist besonders der historisch berühmte Ardebilteppich. Das Programm der heute geknüpften Tabriz-Teppiche reicht von groben bis zu sehr feinen Arbeiten, die Qualität ist sehr unterschiedlich. Zum Teil sind die Knüpfungen von großer Perfektion, mit recht kurzem Flor und meist aus Wollen gearbeitet, die nach dem Färben weniger Glanz aufweisen, was auf den hohen Salzgehalt des Wassers zurückgeführt wird. Diese Teppiche haben eine hohe Knotendichte, es wird gern mit dem Mittelmedaillon im Spiegel oder mit einem floral durchgemusterten Feld geknüpft, auch Garten- und Jagdmotive sind häufig anzutreffen. Der Tabriz ist eine beliebte Teppichart; jedoch sollte auf eine sorgfältige Verarbeitung hinsichtlich Knotendichte, Knotenart und Knüpfmaterial geachtet werden.

 
Täbris-Tabatabai

 
Beispielbild Täbris

Eine Sonderform des Täbristeppichs aus Nordpersien mit großflächigeren Musterungen auf zumeist hellem Grund und in mittlerer Qualität. Ein klassischer Teppich für jeden Verwendungszeck geeignet.

 
Tafresh

 
Beispielbild Tafresh

Tafresch-Teppiche sind handgeknüpfte Teppiche mit einfachen Medaillon in roten Feldern und kurzen Flor. Sie stammen aus dem Hamadangebiet sind einfach aber strapazierfähig.

 
Tibet

 
Beispielbild Tibet

Ursprünglich kleinformatige Sitzflecke, Brücken und Vorleger, die aus der sehr guten Wolle tibetischer Bergschafe geknüpft wurden. Kette und Schuss sind in der Regel aus Baumwolle. Die eigenständig entwickelte Knüpftechnik der Tibeter unterscheidet sich von anderen Knüpfarten im Orient, teilweise kommen jedoch auch der persische oder der türkische Knoten zur Anwendung. Die durchschnittliche Knotendichte liegt in der Regel unter 1000/qm. Als Farben dominieren Rot (Krapp), Indigo (Blau), Gelb, Grün und Braun. Bei der Musterung neuerer Teppiche sind starke mongolische Einflüsse erkennbar, sie zeigen Drachen, Lotos, Schneelöwe, Urvogel Phönix u.a., während z.B. Pfeil, Ratte, Speer oder Donnerkeil nur noch selten erscheinen. Neben den Teppichen aus dem Tibeter Hochland, wo seit einigen Jahren unter chinesischer Regie Teppiche produziert und vertrieben werden, wird in heutiger Zeit im Auftrag des Handels überwiegend in Nepal gefertigt. Diese Teppiche kommen nun auch in größeren Formaten auf den Markt

 
Turkmene

 
Beispielbild Turkmene

Das östlich des Kaspischen Meeres gelegene Tiefland Turkmenistan ist ein bedeutendes Teppichknüpfgebiet. Turkmenische Teppiche wurden früher von nomadisierenden Stämmen (Achal-Tekke, Beschir, Enssi, Kerki, Kisyl-Ayak, Pendeh, Tekke-Maury, Yomut etc.) geknüpft und gelten in Feinheit und Farbensinn als die edelsten und feinsten nomadischen Arbeiten, die zu den völkerkundlichen Kostbarkeiten des Orients zählen. Die Stämme geben heute auch neuer Ware ihren Namen. Die charakteristischen Farben reichen von tiefem, glühendem Rot über blaue Töne bis zu Schwarz-Blau mit wenig Elfenbein. Das Haupt- und Stammesmotiv ist das Gül (Göl) als Hauptmuster. Bekannte Teppiche der turkmenischen Hauptstämme sind u.a. Buchara, Ersari, Saryk, Tekke und Yomud.

 
Ton/Ton

 
Beispielbild Ton/Ton

Teppiche mit wenig Musterung oder Bordüren, obwohl oft nur eine einzige oder max. zwei Farben im Flor verwendet werden. Durch die Ton in Ton abgestimmte Farbwahl im Flor ist der Teppich sehr leicht zu anderen Möbeln mit starker Musterung kombinierbar.

 
Toyserkan

 
Beispielbild Toyserkan

Ursprungsland Iran im Hamadan-Gebiet ist der Toyserkan ist ein Teppich der Mittelqualität der beansprucht werden kann und vieles aushält.

 
Vintage

 
Beispielbild Vintage

Der Vintageteppich wird ähnlich dem Patchwork aus alten, gebrauchten und wiederbelebten Teppichen hergestellte Einzelstücke, die nach der Wäsche und Schur nochmals überfärbt werden. Es handelt sich dabei aber um ganze Einzelstücke ohne Patchworktechnik. Diese Teppiche können zwar farblich angepasst werden aber nicht in Größe und Design. Sie sind individueller als Patchworkteppiche und meist auch auf gewisse Größen bestimmt. Zumeist wird kein zweiter Rücken aufgebracht.

 
Wiss

 
Beispielbild Wiss

Diese Teppiche werden in der Stadt Wiss, in der Nähe von Hamadan im Iran geknüpft. Die Teppiche sind in der Regel sehr farbenprächtig und robust. Das Muster ist stark ausgeprägt mit einem hexagonalen Medaillon in der Mitte. Die Wolle ist von guter Qualität und natürlich gefärbt. Die Teppiche haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und gehören zur Gruppe der Hamadan Teppiche.

 
Yallameh

 
Beispielbild Yallameh

Teppiche sind sehr farbenfroh und meistens bunt. Sie werden in alle Formaten geknüpft, wobei größere Formate eher seltener zu finden sind. Teppiche gehören zu dem Knüpfgebiet Isfahan. Sie werden hauptsächlich von Gashgai-Nomaden geknüpft. Die Gashgai-Nomaden sind wahrscheinlich seit dem 14. Jahrhundert in dem südlichen Gebiet von Isfahan angesiedelt. Meistens werden Felder-Muster geknüpfte. Es gibt natürlich auch andere Muster die in dem Gebiet geknüpft werden. Schuss und Kette sind aus Ziegenhaar oder Schurwolle. Für den Flor wird immer Schurwolle verwendet. Sie werden in verschiedenen Qualitäten angefertigt.

 
Yazd

 
Beispielbild Yazd

Diese Teppiche werden in der Stadt Yazd in Südpersien geknüpft. Die Muster sind häufig von Keshan Teppichen inspiriert. Die Teppiche haben ein sehr detailliertes Muster, häufig mit einem Medaillon in der Mitte und Hochflor. Innerhalb des unterschiedlich ausfallenden Farbspektrums kommt häufig ein charakteristisches Violett vor. Es sind schöne Teppiche mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

 

Zagheh
Beispielbild Zagheh

Zaghe-Teppiche, handgeknüpfte Teppiche aus kräftiger Wolle; sie stammen aus dem gleichnamigen Dorf (westl. von Hamadan). Das Muster besteht aus Medaillons. Auch Herati- und Boteh-Muster kommen vor.

 
Zanjan Bidjar


 
Beispielbild Zanjan Bidjar

Sehr robuste, handgeknüpfte Teppiche aus Zanjan im nordwestlichen Iran. Sie werden in den umliegenden Dörfern von Kurden geknüpft. Sie haben symmetrische Knoten und sind oft vom Design der Bidjar-Teppiche beeinflusst.

 
Ziegler-Chobi


 
Beispielbild Ziegler-Chobi

Ein britischer Schweizer namens Ziegler. Ein Welterfolg wiederholt sich. Es ist kaum bekannt, dass der antike „Ziegler“ gewissermaßen als eine Art Notlösung startete. Er sollte nämlich den Devisenhaushalt eines in Persien Handel treibenden, britischen Unternehmens stabilisieren. Keineswegs geplant war, dass er ein dominierender Handelsartikel wird, eines Tages sogar ein sich selbstauslösendes Marketing bewirken würde. Nun scheint sich der damalige Erfolg der Ziegler-Teppiche weltweit ein zweites Mal zu wiederholen. Als Ziegler oder Chobi Teppiche werden weitgehend Teppiche im klassischen Design mit floralem offenen Muster bezeichnet. Ähnlich den damaligen Tuchstoffen. Farblich meist hell gehalten mit vielen beigen und roten Nuancen passen sie hervorragend zum heutigen Einrichtungsbild.

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